Swami Balendu hat schon oft
Zeiten der Stille (Maun) in Wäldern oder in den
Bergen der Himalayas verbracht. Er zog sich für
Wochen und sogar Monate zurück, merkte aber,
dass die Sinne des Sehens und Hörens ihn immer
noch ablenken konnten. Er hatte den Wunsch, mit
seinem Gott völlig allein zu sein, ohne
irgendjemanden zu sehen, um seine Mantra-Übung
zu vertiefen. 1996 beschloss er also, auf dem
Land seines Ashrams eine unterirdische Höhle zu
bauen. Am 10. September 1997 betrat er die Höhle
mit dem Plan, die folgenden drei Jahre und 108
Tage vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten
zu verbringen. Der Eingang wurde zugemauert, so
dass er in seiner Meditation nicht gestört
werden konnte. Die Höhle war mit einer Toilette
und Sanitäranlagen ausgestattet und er schlief
auf einer Matte auf dem Boden.
In den ersten eineinhalb Jahren
aß Swami Ji Früchte und Gemüse und in den
restlichen zwei Jahren nahm er nur Flüssigkeiten
wie Wasser, Buttermilch und Milch zu sich. Das
Essen und die Getränke wurden durch ein
L-förmiges Loch in den Wand gereicht, durch das
niemand hineinsehen konnte und er nicht
hinaussehen konnte. Jeden Tag verbrachte er 17
Stunden in Meditation und rezitierte Mantras,
die er zur
Heilung anderer anwenden wollte. Die
heilende und liebevolle Energie der Mantras
konnte auch vor der Höhle gespürt werden, wo
jeden Tag viele Leute zusammen in Meditation
saßen. Die größte Menschenmenge kam dort am 24.
Dezember 2000 zusammen, an dem Tag, den Swami Ji
ausgewählt hatte, um die Höhle zu verlassen. Der
Eingang wurde aufgebrochen und Swami Ji wurde
willkommen geheißen.
Dieser Rückzug änderte sein
Leben. Seine Sicht auf die Welt hatte sich
verändert und er wollte kein Guru mehr sein. Er
hatte erkannt, dass alle Menschen gleich und
gleichwertig sind, niemand ist besser oder höher
gestellt als jemand anderes. Und so ließ er das
Leben des Gurus in Indien hinter sich und begann
seine Reisen auf der ganzen Welt, auf denen er
seine liebevolle Energie verbreitet.