Spiritueller Rückzug von der Welt
Swami ji hatte den starken
Wunsch, sich der spirituellen Hingabe (tapasya) zu
widmen. Auf dem Gelände seines Ashrams in Vrindavan wurde
eine unterirdische Höhle gebaut. Swami ji zog sich am
10.September 1997 in diese Höhle zurück und verließ sie
erst wieder am 24. Dezember 2000.
In der Höhle war eine kleine silberne Statue des großen
Gottes Shri Hanuman ji Maharaj
aufgestellt. Jeden Tag zu einer bestimmten Stunde trug
Swami ji seinem Gott Hanuman einen Vortrag
aus dem Sri Ram Charit Manas (eine doha)
vor; dieser Vortrag wurde über Lautsprecher für die
vielen Zuhörer und Gästen des Ashrams nach draußen
übertragen. Es gab keinen Zugang zur Höhle; die einzige
Möglichkeit, hereinzukommen, wäre die gewesen, die Wand
einzureißen. In diesem Zusammenhang hat
Swami ji gesagt:
"Drei Jahre lang soll ich keinen einzigen Menschen
sehen und auch mich soll niemand sehen, ausschließlich
mein Gott und ich sollen in der Höhle sein."
Schon in früheren Zeiten hat Swami ji einige Male für
die Dauer von drei bis sechs Monaten ausschließlich
geschwiegen (Moun), aber hierüber hat er ausgeführt:
"Während man schweigt, hat man nur die Zunge unter
Kontrolle, nicht aber die anderen Sinne, wie das Gesicht
und das Gehör, die dann immer noch ablenken. In der
Höhle aber sind diese drei Sinne unter Kontrolle und
alle Wünsche und Gewohnheiten können auf die Meditation
auf den Herrn gerichtet werden."
Während der drei Jahre gab es keinerlei Kommunikation,
weder mündlich noch schriftlich. Gleichfalls war es
nicht möglich, irgendeine Nachricht in die Höhle zu
senden. Während dieser ganzen Zeit hat Swami ji
ausschließlich Milch und Früchte zu sich genommen.
Helfer haben zu einer festgelegten Zeit die Nahrung in
einen Fensterschlitz gestellt. Es war nicht möglich,
durch diesen Schlitz herein- oder herauszuschauen. Die
Höhle war mit einer Toilette und Waschmöglichkeiten
ausgestattet. Der tägliche Zeitplan von Swami ji sah so
aus: sechs Stunden waren für Schlafen, Essen und
morgendliche Rituale bestimmt; die restlichen 18 Stunden
waren der spirituellen Hingabe an Gott und der
Meditation gewidmet.
Als Swami ji am 24. Dezember
2000 die Höhle verließ, hatten sich 30.000 Leute in
seinem Ashram versammelt, um die Segnung seines Anblicks
(darshan) zu erfahren. Er
hatte sich spirituell noch sehr viel weiter entwickelt
und er begann seine Tätigkeit Heiler. Heute ist er ein
spiritueller Heiler und Meister auf den Gebieten von
Yoga und Meditation. Um diese Dinge auszuüben und
weiterzugeben, reist er durch die ganze Welt, halt
Vorträge, leitet Workshops und gibt Heilbehandlungen.
Da Swami ji begeisterte Anhänger in der ganzen Welt
hat, bereist er ausgiebig Deutschland, Dänemark,
Spanien, England, die Karibik, Neuseeland und
Australien.
Shree Bindu Sewa Sansthan (Indien) und Swami Balendu e.V. (Deutschland) sind
eingetragene gemeinnützige Organisationen mit
dem Ziel, armen Kinder in Indien Ausbildung und Bildung zu ermöglichen.
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