Im Sommer 2008 lernte ich während eines Programmes mit Swami Ji eine ältere Dame kennen . Ihren und andere Namen, sowie den Ort der Veranstaltung nenne ich hier nicht. Diese Dame schien nett und aufgeschlossen, sie zeigte großen Einsatz für das Gelingen des Programms und beschenkte Swami Ji und Yashendu reichlich und liebevoll. Am Ende verabschiedeten wir uns herzlich, ich hatte die alte Dame lieb gewonnen, auch weil sie so offensichtlich ihre Begeisterung und Dankbarkeit ausdrückte.

Kürzlich rief ich sie an, um zu hören wie es ihr ginge und sie zum kommenden Darshan mit Swami Ji im Dezember in mein Haus einzuladen. Sie verhielt sich mir gegenüber erst ablehnend, äußerte dann jedoch ihre große Enttäuschung über Swami Jis Arbeit. Ich war sehr verblüfft über die Anschuldigungen und stellte Nachforschungen an. Was dabei herauskam, ist im folgenden Brief zu lesen:


Liebe XXX ,

nach unserem Telefongespräch vor zwei Tagen war es mir ein großes Anliegen, deinen Vorwürfen gegen Swami Ji nachzugehen. Du hast fest behauptet, der Darshan hätte nur eine Viertelstunde gedauert und es wären für die Teilnahme 50.-€ verlangt worden. Auf meine Nachfrage hast du nochmals gesagt, dass du von der Gruppenheilung sprichst. Meine Nichte, die in XXX lebt, hat ebenfalls am Darshan teilgenommen und mir begeistert bestätigt, dass Swami Ji wie üblich gewissenhaft und in reinster Liebe und Kraft diese Meditation und Heilarbeit geleistet hat. Und wie üblich und angekündigt wurde dafür lediglich um eine Spende gebeten.

Es tut mir weh, eine solch unwahre Behauptung in die Welt gesetzt zu wissen.  Ich empfinde diese als äußerst üblen Nachruf, denn sie ist geeignet, Swami Jis guten Ruf zu schädigen.

Ebenso ist es unwahr, dass die Preise für die astrologische Beratung und das persönliche Mantra zuerst niedriger, dann höher angegeben wurden. Über diese festen Preise wurde vorher informiert, es handelt sich hierbei auch nicht um Spenden wie bei Darshan und individueller Heilsitzung.

Die Mengenangaben für die Pooja in XXX wurden berechnet und in ausreichender Höhe angegeben.

Ich frage mich natürlich, warum du deinem Astrologen in XXX nicht die Treue hältst,  wenn du mit ihm und seiner Arbeitsweise so zufrieden bist.

Was das persönliche Mantra betrifft, so wurde es XXX auf dem MP3 gegeben, der sich erboten hat, es mittels Computer für dich auf eine CD zu brennen. Das ist ein Vorgang, der nur wenige Minuten Aufwand erfordert. Keinesfalls musste er das Mantra, wie du mir sagtest, auf ein Tonband aufnehmen.

Ich kann deinen Gesinnungswechsel nicht nachvollziehen, schon gar nicht das Verdrehen der Wahrheit. An der Pooja in meinem Garten und beim anschließenden Abendessen hast du dich vollkommen begeistert und glücklich gezeigt. Am Tag danach hast du mich deswegen sogar noch angerufen und dich noch einmal bedankt. Auch hast du dich geäußert über die Unbeholfenheit im Organisieren, die XXX an den Tag gelegt hätte.

Traurig sehe ich auch, dass zwar Vorwürfe und Unzufriedenheit bestehen, aber nicht die Courage, zum Zeitpunkt des Auftretens den Betroffenen in die Augen zu sehen und sich mitzuteilen.

Demnach ist es für mich nicht verwunderlich, dass du dich beim Aufsagen des heiligen Mantras nicht gut fühlst. Es wurde für dich in bedingungsloser Liebe von Swami Ji ausgesucht, gegen den du nun falsches Zeugnis ablegst.

Ich wünsche dir, dass du in dich gehen und hinter all der Angst die Wahrheit in deinem Herzen finden magst. Dann kannst du auch verstehen, warum du von den liebevollen Gaben Swami Jis nichts fühlen kannst.

Es ist nicht nötig diesen Brief als einen Angriff zu sehen, ich gebe lediglich meiner Enttäuschung Ausdruck. Ich habe auch den Mut dir dabei in die Augen zu sehen.

Mit den unwahren Vorwürfen werde ich Swami Ji selbst nicht belästigen. Er arbeitet vom frühen Morgen bis tief in die Nacht. Täglich. Er gibt seine Liebe an Menschen in der ganzen Welt, die davon ungemein profitieren, und wenn sie dadurch nur auf die Schatten in ihrem Inneren stoßen. Mit dem Geld, das er als Ausgleich dafür bekommt, ermöglicht er derzeit 123 Kindern eine Schulbildung, die deren Leben verändert, sowie ein sicheres warmes Essen am Tag. Es sind Kinder der Ärmsten Vrindavans.

Ich war dabei, als Essen an die Flutopfer ausgeteilt wurde. Wir konnten nicht soviel geben, wie gebraucht wurde. Bei der Erinnerung daran kommen mir noch immer die Tränen. Für den Winter werden wieder Decken und warme Kleidung an die Menschen gegeben, die auf der Straße schlafen. Menschen aus aller Welt spenden selbstlos, um durch Swami Ji hunderte von Armen zu speisen, die für dieses Essen so dankbar sind, wie wir es uns mit unseren wohl gefüllten Bäuchen in unseren warmen und exklusiv ausstaffierten Wohnungen nicht im Entferntesten vorstellen können.

Swami Ji hat sich die Zeit genommen, in einem Darshan in XXX jeden Menschen einzeln mit der göttlichen und selbstlosen Liebe zu berühren – und dafür eine Spende erbeten, die wiederum Menschen zugute kommt, die ohne Obdach sind und  nicht wissen, ob sie am Ende des Tages zu essen haben werden.

Es ist ihm wichtig, seinen Körper so zu ernähren, dass er in der vollen Kraft bleibt und seine Leistung aufrechterhalten kann. Tatsächlich wird es ihm verübelt, wenn er dafür das Angebot einer Suppenmahlzeit ausschlägt. Wie kleinlich kann der  Mensch sein ohne sich zu schämen?

Doch Jesus hat man sogar gekreuzigt, nicht wahr?

Gottes Segen, Licht und Liebe mögen dir immer zuteil sein.

Andrea