Gestern abend hat mich mein Freund Swamiji Balendu aus Indien angerufen. Er hat mich gebeten, noch einmal eine Stellungnahme zu unseren Gespächen über das Thema Geld niederzuschreiben. In seinem Tagebuch hatte er selber in derl letzten Woche darüber gesprochen.

Mitten in der größten Finanzkrise, die wir in den letzten 100 Jahren erlebt haben, gibt es derzeit wohl kaum jemanden, den das Thema Geld unberührt lässt.

Also auch für mich eine gute Gelegenheit, meine Gedanken zu sortieren und mir mehr innere Klarheit zu verschaffen.

Innere Klarheit findet man in der Stille, wenn der Verstand sich beruhigt und man zum reinen Sein zurückkehrt. Das ist der Ausgagspunkt, auch für das Thema Geld.

Fange ich also zunächst mit einer kleinen Vorbemerkung an, die zum Kern, zum Wesentlichen vordringen soll und die Basis, das Fundament meiner Überlegungen zum Ausdruck bringt: Das reine Sein. Das reine Sein, noch bevor es sich seiner selbst bewusst ist.

 In der täglichen Meditation machen wir uns dahin auf den Weg. Wenn wir uns des reinen Seins bewusst werden, sind wir im Bewusst-Sein angekommen. Dass Bewusst-Sein strebt nach Ausdruck und Erfahrung, das ist das Leben. Dafür benögt es eine Kraft, eine Energie, die wir Liebe nennen und erfahren können.

Das reine Sein, das Bewusst-Sein, die Energie, das Leben und die Liebe - alles das ist Gott. Denn Gott ist 'Alles was ist'  und in Allem was ist. Somit ist Gott dieses Universum und alles was sich in ihm befindet, inclusive Raum und Zeit, sowie den Menschen und Tieren, der ganzen Natur. Für Gott ist es unmöglich sich von irgendetwas als getrennt zu erfahren. Er ist einfach alles was ist, und das schließt Geld mit ein.

Hier in Deutschland gab es vor einigen Jahren eine beliebte Fernseh-Show die hieß " Geld oder Liebe". Ich weiß, dass war nur eine Unterhaltungssendung. Aber für viele Menschen ist es tatsächlich auch in ihrem normalen Leben so, dass sie Geld und Liebe von einander trennen. Das ist sehr bedauerlich, denn dadurch erschaffen wir eine Menge Probleme. Im Kern führt diese Trennung dazu, das Menschen dann die Dinge, die sie täglich tun ( müssen ) nur sehr ungern tun ( können ), da sie es ja für Geld  tun - und sich somit ihrer Freude und Liebe berauben. Umgekehrt gibt es viele Menschen, die ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn sie eine Tätigkeit machen, die ihnen sehr viel Freude und Spaß macht, ja sogar lieben sie zu tun - und dafür Geld nehmen würden.

Ich habe lange über dieses Konflikt nachgedacht und schon viel mit anderen Menschen darüber diskutiert und eine Menge eigene Erfahrung damit gemacht, wie wohl jeder andere Mensch auch. Mein Grundgefühl ist, dass ich mich jedesmal sehr wohl und glücklich fühle, wenn ich mir vorstelle eine Menge Geld zu haben, mir vieles leisten zu können und mit anderen zu teilen, denn dass macht doppelt soviel Freude.

Ebenso bedeutend ist die Erkenntnis und die Erfahrung, dass es ja tatsächlich auf der Erde keinen Mangel an Geld gibt. Dennoch leben eine Menge Leute in einem Bewusstsein von Geldmangel und machen somit die entsprechenden Erfahrung damit. In diesem Universum gibt es keine Quelle von Krankheit und keine Quelle von Armut. Wer in der Lage ist tief in sein Herz zu fühlen, der wird sich dieser Erkenntnis sehr schnell bewusst und wird sein Leben entsprechen gestalten und somit eine entsprechende Erfahrung machen können. Die Warheit ist, das sowohl Liebe als auch Geld im Überfluss vorhanden sind.

Was ich auch verstanden habe ist, dass ich niemals Geld zurückweise, sondern es dankbar annehmen kann. Denn würde ich es zurückweisen, würde ich damit auch Gott zurückweisen, der in 'Allem was Ist' ist. Diese Erkenntnis ist eine Frage des Bewußtseins. Mir ist bewusst, Das Geld und Liebe dieselbe Energie sind. Somit ist entscheidend, wie ich mit der Energieform Geld umgehe! Was möchte ich damit zum Ausdruck bringen? Wie nutzen wir die Energie-Form Geld? Wollen wir Liebe, Lebenfsreude, Glück, Schönheit und Freiheit zum Ausdruck bringen oder das Gegenteil davon?

An dieser Stelle setzt Verantwortung ein, und zwar nicht nur des Staates, der Gesellschaft, sondern jedes einzelnen Menschen. Es ist unsere Entscheidung, wie wir mit Geld umgehen. Jeder von uns hat dieses Wissen in sich. Dafür braucht man kein Abitur oder zu studieren. Und wir haben in uns diese Kraft, diese Lebensenergie, diese Liebe in uns. Es ist genug davon da. Bringen wir sie zum Ausdruck. Ein Jeder auf seine eigene individuelle Art und Weise und teilen wir sie großzügig miteinander.

Deshalb sage ich: Money is Love in Action