Oh Sadhus,

der natürliche Zustand des Samadhi ist der Höchste.

Von dem Tag an,

an dem er in mir durch die Gnade meines Gurus erweckt wurde,

hat er sich von Tag zu Tag verstärkt.

(In Indien ist bei höherem Wissenstand mit Guru immer der innere Lehrer gemeint, Anm.G.S.)

 

Wo immer ich gehe,

umwandle ich den Herrn.

Was immer ich tue,

ist Verehrung Gottes.

Wenn ich schlafe,

liege ich niedergeworfen vor Ihm.

Ich verehre nichts und niemanden als den Herrn.

 

Was immer ich sage,

wird zur Wiederholung Seines Namens.

Was immer ich höre,

erinnert mich an Ihn.

Wenn ich esse und trinke, verehre ich Ihn.

Wenn ich unter Menschen bin,

bin ich allein mit Ihm.

Es gibt nicht die geringste Spur von Dualität oder eines „anderen“.

 

Ich brauche meine Augen nicht zu schließen

oder meine Ohren zu verstopfen,

oder meinen Körper im geringsten zu quälen.

Mit weit geöffneten Augen sehe ich Gott überall.

Ich lache und lache, voller Freude,

weil ich in allem Seine wunderschöne Form erkenne.

 

Ununterbrochen höre ich Sein göttliches Wort in mir,

das meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht

und alle unreinen Wünsche hinweg wäscht.

Ob ich stehe, sitze oder spreche,

dieser Klang tönt ununterbrochen in mir.

Mein Geist singt Seinen Ruhm Tag und Nacht.

 

Kabir sagt:

Dieser Zustand, von dem ich singe,

übersteigt das Denken.

Es ist der höchste Zustand des Bewusstseins.

Oh, ich bin eingetaucht in dieser Einen Höchsten Wonne,

die jenseits ist von Freude und Schmerz.