Auf den Kampf zu verzichten bedeutet nicht, sich hinzulegen und keinen Willen, keine Aktivität mehr aufzuwenden. Die Aufgabe des Kampfes erfolgt vollkommen im Inneren, im Denken. Den Kampf aufzugeben heißt, sich im Inneren, im Denken, nicht mehr zu wehren. Der Wille zur Aktion bleibt bestehen. Es heißt die Versorgung des Körpers, jegliche Aktivität, jeglichen Aufwand des täglichen Lebens mit einer anderen Einstellung zu begehen. Der Fokus des Denkens und Fühlens liegt dabei nicht mehr auf der Krankheit und Mühe, sondern auf dem Ihnen möglichen Tun und Leben. Es verändert sich der Wahrnehmungspunkt im feinstofflichen Bereich durch ein solches Umdenken. Er wandert von dem, was nicht möglich ist zu dem, was möglich ist. Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, erhält Energie und wird stärker, wächst.

 

Eine Situation im Leben (ein körperlicher Zustand, ein seelisches Leiden) kann nur beseitigt werden, wenn sie in ihrer Existenz akzeptiert wird. Solange wir gegen sie ankämpfen, lassen wir sie nicht existieren. Was nicht existiert, kann nicht gehen. Dahinter steht die Ausrichtung des Denkens. Solange der Verstand die Frequenz aussendet, etwas beseitigen zu müssen, ziehen wir genau dieses an, denn diese Schwingung wird ausgesandt und angezogen. Die Schwingung heißt „Krankheit“, dieser Gedanke wird unaufhörlich ausgesandt, Krankheit und Mühe werden unaufhörlich angezogen und damit verstärkt. Sobald wir den Kampf aufgeben, kann sich das Denken auf das tägliche Tun und Erleben konzentrieren. Die neue Schwingung, die wir dann aussenden, kann heißen „ich lebe, ich atme, ich fühle, ich liebe, ich spüre Liebe um mich, ich spüre meinen Willen, ich spüre meine geistige Kraft“ usw. Damit wird die Schwingung angezogen, die in dieser Ausrichtung fokussiert wird.

 

Aus dem Kampfdenken auszusteigen spart eine unglaubliche Menge an Energie ein. Sie handeln und bewegen sich dann nicht mehr aus dem Kampf, der Angst, heraus, sondern aus der Liebe. Angst schwächt, Liebe stärkt.

 

Es geht also um ein Transformieren des Denkens. Daraus erfolgt eine Umschichtung der Lebenskraft. Sie fließt dann nicht mehr in die Abwehr der Krankheit, sondern in die Erschaffung der Gesundheit.

 

Mir ist sehr wohl klar, dass hierin eine große Herausforderung besteht, da der Körper unaufhörlich mitteilt, dass er Probleme hat. Er versucht beständig die Macht zu übernehmen. Die wahre Macht liegt jedoch im Geist. Er erschafft die Welt. Die Herausforderung liegt darin, den Geist aus dem inneren Wesen heraus zu steuern, ihn nicht mehr vom Körper steuern zu lassen.

 

Die einzige Gefahr im Zulassen neuer Gedanken liegt darin, dass sich damit das Leben verändern könnte …